Multidimensional Perceptibility of Cultural Heritage (MUSIEKE)

Title in German

Multidimensionale Sicht- und Erfahrbarmachung von Kulturerbe: MUSIEKE
Entwicklung einer interdisziplinären Methodik zum Messen, Sehen und Verstehen kulturellen Wandels in realen und virtuellen Räumen


Abstract in German

Das Projekt untersucht die Zusammenhänge der Sicht- und Erfahrbarmachung von Kulturerbe im (1) musealen Raum, im (2) Stadtraum mit seinen zeit-räumlichen Verknüpfungen zur umgebenden (Kultur-)Landschaft und im (3) virtuellen Raum. Dies umfasst die Möglichkeiten und Grenzen des Sichtens, Sehens, Projizierens und Erfahrens und beschreibt den Prozess von der historisch-archäologischen Aufarbeitung zum Messen über das Sehen zum Verstehen. Grundlage ist die technische Erfassung und Verarbeitung von physischen Daten in 3D-Modelle, die in adäquaten interoperablen Formaten gesichert und in webbasierter Form nutzbar gemacht werden. Diese technische Datenaufbereitung und -verfügbarmachung wird von unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen und angewandten Disziplinen nachgefragt. An ihrer Analyse der gemessenen und ausgewerteten Daten werden Erklärungszusammenhänge, Bedeutungen und Konflikte in der Identifikation, Analyse, Aufbereitung und Nutzung von Kulturerbe sichtbar. An einem exemplarischen und repräsentativen Objekt, der Iuppitergigantensäule der Römerstadt Ladenburg, sollen so die interdisziplinären Praktiken des Sicht- und Erfahrbarmachens getestet und langfristig in einem wissenschaftlichen Konzept zusammengeführt werden. Dabei steht im Zentrum, was unterschiedliche Disziplinen gemeinsam am Objekt „sehen , erfahren und bewerten: Welche interdisziplinäre Sichtweise auf Kulturerbe ist zukunftsrelevant und welche Lösungsansätze lassen sich für den langfristigen, nachhaltigen Schutz von Kulturerbe entwickeln? Welche Entscheidungs- und Bewusstseinsprozesse gehen mit der (Neu-)Betrachtung von Kulturerbe (z.B. auch im Rahmen von Zertifizierungsinitiativen) auf wissenschaftlicher, ökonomischer und gesellschaftlicher Ebene einher? Das Ziel ist die Entwicklung einer übertragbaren Methodik für die interdisziplinäre Erforschung und nachhaltige Sicherung von Kulturerbe.

Supported by http://www.heika-research.de/.

 

Name and contact of project responsible(s):

Prof. Dr. Caroline Robertson-von Trotha, Direktorin des Zentrums für angewandte Kulturwissenschaften (ZAK)
Prof. Dr. Christian Witschel, Geschäftsführender Direktor des Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH)

Involved scientists

Prof. Dr.-Ing. Stefan Hinz (Karlsruher Institut für Technologie)
Dr.-Ing. Thomas Vögtle (Karlsruher Institut für Technologie)
Jun.-Prof. Bernhard Höfle (IWR, Heidelberg University)
Dr. Ralf Schneider (Karlsruher Institut für Technologie)
Prof. Dr. Alexander Zipf (IWR, Heidelberg University)
Dr. Hubert Mara (Interdisciplinary Center for Scientific Computing, Heidelberg University)